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Von der Computergruppe 1998 zur Kompetenzgruppe in 2015

Während es 1998 unser Anliegen war,ein Angebot im Computerbereich zu entwickeln, das darauf zielte, den Kindern einen verantwortungsvolleren Umgang mit dem Medium nahe zu bringen und ihnen und ihren Eltern die Chancen dieses Mediums aufzuzeigen.

Zu der Zeit verfügten nur wenige Kinder aus den betreuten Familien über einen PC oder hatten Zugang dazu.

Veränderungen der letzten Jahre

Inzwischen hat sich die Medienlandschaft verändert. Jedes Kind besitzt ein Smartphone und ist aufgrund der günstigen Internetverbindungen mit dem Netz verbunden. Während die Mädchen vorwiegend in den sozialen Netzwerken surfen, spielen die Jungen vernetzt online-Spiele. Es fällt den Jugendlichen schwer, ihre Smartphones aus der Hand zu geben, sei es in der Schule als auch bei uns in der Gruppe.

Entsprechend veränderten wir unser Konzept. Neben dem klassischen Arbeiten mit Lernprogrammen, spielten Recherchen im Internet eine immer größere Rolle. Die Jugendlichen sollten die Vielfalt der Informationen im Netz kennen und selektieren lernen. Die Informationen wurden dann im Schreibprogramm in eine strukturierte Form übertragen. Die Ergebnisse wurden in der Gruppe vorgetragen und diskutiert. Die Themen kamen aus dem aktuellen Lebensumfeld wie z. B.  das Miteinander verschiedener Kulturen ; Verbindendes und Trennendes der Religionen; Freundschaften und Abgrenzung, Vorurteile.

Trainiert werden sollten Konzentration, Strukurierung, Erweiterung des Allgemeinwissen, Selbstwertgefühl. freies Sprechen.    

Wir nahmen die Vorliebe der Jugendlichen für Fernseh Soaps auf und ließen die Kinder ihre eigenen Soaps schreiben. Wir unterstützten die Umsetzung in Drehbücher. Die Jugendlichen drehten ihre Soaps. Alle Positionen für den Dreh wurden mit Ihnen besetzt. Zur Primiere der Filme wurden die Eltern eingeladen.

Die Kinder erlebten durchweg eine positive Resonanz ihrer Eltern.

Rahmen

a die Kinder mit ganz unterschiedlichen Voraussetzungen ausgestattet sind, ist es uns besonders wichtig, daß jeder sein Tempo bestimmen kann. Dies soll die eins zu zwei Besetzung in einer kleinen Gruppe  ermöglichen.

Es gibt drei Gruppen mit je 6 Kindern und Jugendlichen, geschlechtspezifisch getrennt.

Jedes Kind erhält seinen „Computerplatz“ für die Dauer des Kurses von uns zugewiesen.  In der ersten Hälfte der Zeiteinheit wird das "Pflichtprogramm" bearbeitet. Die anschließende Pause findet mit Imbiß und Getränke im Nachbarraum statt. In der zweiten Hälfte können Programme aus einer vorgegebenen Anzahl von Spielen frei gewählt werden. Das Mitbringen eigener Spiele ist nicht erlaubt.

Die Gruppen finden jeweils einmal wöchentlich für zwei Zeitstunden statt bei einer Computerbesetzung von eins zu zwei. Der Gesamtzeitaufwand beträgt mit Transport und Vor- und Nachbereitung ca. 3 Stunden pro Gruppentag.

Resümee

Im Laufe der Jahre ist das Spektrum dessen, was die Gruppe den Kindern und Jugendlichen vermittelt größer geworden. Kurz gefasst geht es um Partizipation in der Gesellschaft, um Leben- und Arbeitsperspektiven für die Teilnehmer.

Die regelmäßige Evaluation über die Wirkung der Hilfen zeigt auf, dass mehr als 90 % der Jugendlichen aus den Gruppen einen Schulabschluss erwerben und in eine berufliche Ausbilgung gehen.